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Stimmen der
Zeitgenossen und
Rezensionen
In Ihren Adern rinnt etwas von dem Blute Tolstois.
(Theodor Fontane anläßlich der Erzählung 'He will de Ogen todohn')
Du weißt, wie ich deine Schwarzbrotesser liebe.
(Detlev v. Liliencron)
Das sind nicht erdachte, das sind gesehene Dinge. (Timm
Kröger)
Feinste Filigranarbeit von edelstem Geschmack. (Ludwig
Bäte)
Alles, was seine Heimat umschließt, weiß der Verfasser
mit feinstem Empfinden zu vergegenständlichen. (Max Bittrich)
Lest Timm Kröger, J. H. Fehrs, Helene Voigt und diesen
Iven Kruse. (Adolf Bartels)
Menschen in Nordniedersachsen sind so: mit derbem
Realismus auf dem Boden stehend, mit zitternder Seele in die Unendlichkeit spähend und den
Fehlbetrag zwischen Soll und Haben des menschlichen Daseins mit stillem Humor buchend.
(Hermann Löns)
Ein dünnes Bändchen stimmungssatter realistischer
Skizzen, das zur Jahrhundertwende unter dem Titel "Schwarzbrotesser" erschien, lenkte die
Aufmerksamkeit der Empfänglichen auf den Holsteiner Iven Kruse. Aber die Hoffnung, von ihm
bald weitere Gaben zu erhalten, trog; nur ganz selten tauchte einmal in einer Zeitschrift
ein Gedicht durchaus eigenen Tons von ihm auf, im übrigen schien die Tagespresse, der er
als Kritiker und Feuilletonist diente, seine Schaffenskräfte völlig aufzusauge. Das traf
jedoch nicht ganz zu: in seinem Schreibtisch sammelten sich in den beiden Jahrzehnten seit
dem Erscheinen der inzwischen aus dem Buchhandel wieder verschwundenen "Schwarzbrotesser",
neben halbfertigen novellistischen Arbeiten lyrische Gedichte in beträchtlicher Zahl. Aber
alles Drängen vertrauter Freunde, sie vereinigt herauszugeben, blieben vergeblich; dem
Dichter schien immer hier noch einem Vers die letzte Vollendung, dort der Sammlung ein
innerlich dazugehöriges, doch noch nicht ausgereiftes Stück zu fehlen. Für das
Niederdeutsche Dichterbuch konnte aus diesen Handschriften zum erstenmal eine kleine
Auswahl hoch- und plattdeutscher Gedichte getroffen werden. Schon diese Proben voll
einschmeichelnden Wohllauts und tiefen Empfindens erweisen Iven Kruse als eine unserer
stärksten und eigenwilligsten lyrischen Begabungen. Sie werden hoffentlich bald eine
gerundete Sammlung als eigenes Büchlein nach sich ziehen. (Jacob Bödewadt)
Was Kruse zum Erzähler fehlt: die kombinierte Phantasie,
die Gabe, eine lebendig fortschreitende Handlung zu erfinden, zu disponieren ... (Velhagen
& Klasings Monatshefte 1901)
Wirkliches Leben aus Holsteins Moor und Heide schildert
auch stimmungsvoll Iven Kruse in seinem Novellenbande. (Louis Lasser: Die deutsche
Dorfdichtung von ihren Anfängen bis zur Gegenwart. L. Scheermessser 1907)
... Helene Voigt, Otto Ernst, Iven Kruse haben in
einzelnen Erzeugnissen eine solche Meisterschaft in der Handhabung der plattdeutschen
Sprache bewiesen, daß diese verstreuten Gaben ganze Bibliotheken mittelmäßiger
plattdeutscher Dichter aufwiegen (Eckart. Ein deutsches Literaturblatt. Deutsche
Zentralstelle zur Förderung der Volks- und Jugendlektüre. 1907)
Echtheit hinterließ in niederdeutscher Sprache Iven
Kruse. (Wilhelm Elsner: Unvergängliche deutsche Balladen. Langen Müller 1955)
Erwähnung in, Katharina Günter: Literarische
Gruppenbildung im Berliner Naturalismus. Bouvier 1972.
Erwähnung in, Wolfgang Martens: Lyrik kommerziell. Das
Kartell lyrischer Autoren 1902-1933. Fink 1975.
Erwähnung in, Uwe Kächler: Die Jesusgestalt in der
Erzählprosa des deutschen Naturalismus. P. Lang 1993 ('Die Gekreuzigte' u.
'Christus')
Neuerscheinung des Bandes 'Salz und
Brot. Holsteinische Geschichten und Gedichte', Mai 1998. Damit werden erstmals nach dem
Tode Kruses die beiden Erzählbände 'Schwarzbrotesser' und 'Zum stillen Unverhofft' komplett
und ein Teil des bisher niemals zuvor gesammelt erschienenen lyrischen Werkes wieder
veröffentlicht.
Neuherausgabe des 1925 und von 1938-1945 verbotenen
Romans 'Der Dritte Bismarck', März 1999. Unter der Überschrift "Heimatgeschichte
wiederentdeckt" widmet die Kieler Nachrichten (Ostholsteiner Zeitung) der Neuerscheinung
mehr als eine halbe Seite mit mehreren Abbildungen.
In den 'Mitteilungen der Theodor Fontane Gesellschaft'
(Nr. 18, Juni 2000) erscheint von Dr. Martin Lowsky eine Rezension zu 'Brocken und Krumen':
"... Dieser Sammelband stellt Kruse als sehr begabten Naturlyriker und als Feuilletonisten
vor und gibt Einblick in seine Briefwechsel mit Liliencron und Groth, denen er als
Holsteiner freundschaftlich verbunden war. Seine Kritik an der modernen Kultur (die 'die
Welt mit Drähten regiert') ist scharf und dabei voller Esprit."
Neuerscheinung der Bände 'Brocken und Krumen' sowie
'Dodenvolk', März 2000. Mit der Herausgabe dieser Bände, liegt das Werk nunmehr in allen
seinen Facetten vor. Essays, hochdeutsche Lyrik, Briefe, Erzählungen und Plattdeutsche
Lyrik sind wieder für jeden greifbar.
Unter dem Titel 'Holsteins Dostojewski' widmet das
Kulturmagazin 'Wege ins Land' (Oktober 2000) Iven Kruse und dem Herausgeber der Werke zwei
Seiten mit Abbildungen und Werkzitaten.
Dr. Silke Hunzinger rezensiert im 'Jahrbuch für
Heimatkunde im Kreis Plön' (30. Jg. Dezember 2000) das Buch 'Brocken und Krumen': "In
Ergänzung zu dem bereits 1998 an dieser Stelle besprochenen Werk 'Salz und Brot' des aus
Ruhwinkel im heutigen Kreis Plön stammenden Dichters Iven Kruse liegen mittlerweile weitere
Veröffentlichungen unseres Mitgliedes Volker Griese vor. Nach 'Der dritte Bismarck' und
'Dodenvolk' werden nun auch 'Brocken und Krumen' eines reichen Dichterlebens vor uns
ausgebreitet und vom Herausgeber fachkundig kommentiert. / Die von Volker Griese getroffene
Auswahl an Betrachtungen, Gedichten und Briefen stellt nicht nur einen repräsentativen
Querschnitt durch das Schaffen eines holsteinischen Heimatdichters dar, sie macht den
Menschen Iven Kruse erlebbar und ist darüber hinaus auch noch eine unterhaltsame
Lektüre."
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Gedenkveranstaltungen
Gedächtnisfeier in Bornhöved, 22.7.1927.
Gedächtnisfeier in Bornhöved, 10.9.1933.
Kranzniederlegung an der Grabstelle des Dichters. Es wird versucht den toten Dichter für
den Nationalsozialismus zu reklamieren.
Gedächtnisfeier zum 100. Geburtstag in Bornhöved,
11.4.1965. Die Feier begann mit einem plattdeutschen Gottesdienst in der Bornhöveder Kirche
und einer anschließenden Kranzniederlegung. Am Grabe würdigte der niederdeutsche Dichter
Hans Ehrke Leben und Werk Iven Kruses. Er sprach sich für eine Durchsicht des Nachlasses
von Iven Kruse und für die Herausgabe einer Auswahl seiner Werke aus.
Gedächtnisfeier in Bornhöved, 1981.
Lesung in Altekoppel, 24.3.1999. Volker Griese und
Harald Timmermann tragen Plattdeutsche und Hochdeutsche Geschichten sowie Gedichte und
Biographisches vor.
Ausstellung in Wankendorf, 18./19. und 25./16.3.2000. In
drei Räumen des Begegnungszentrums 'Alter Bahnhof' ist auf über 30 m² Leben, Werk und
Wirkung Iven Kruses ausgestellt. Zahlreiche Photos aus der Umgebung stellen Bezüge zum Werk
her. Über 120 Personen nutzen das Informationsangebot in 16 Stunden
Öffnungszeit.
Lesung im Informationszentrum Dosenmoor, 17.5.2006.
Anders Stüwe trägt zum Thema "Moor und Literatur" u.a. aus den Werken Iven Kruses
vor.
Umgestaltung des Grabes in Bornhöved am 19.5.2006. "Das
einhellige Urteil der Festgäste bei der Wiedereröffnung der völlig neu gestalteten
Grabstätte hinter der Bornhöveder Friedhofskapelle war jedenfalls, daß es die Aufgabe der
heutigen Bornhöveder sei, Kruse nicht dem Vergessen zu opfer. Bürgermeisterin Helga
Hauschildt präsentierte dazu einen Ginkgo-Baum auf dem Grab ..." (Lübecker Nachrichten,
24.5.2006).
VHS Cuxhaven, Vortrag von Peter Russler am 8.3.2007:
Entwicklung der Zeitungslandschaft in Cuxhaven von den Anfängen bis heute (u.a. Iven
Kruse).
Rezitation aus dem Werk in Prosa u. Lyrik von Alexander
Stüwe, Stadthalle Neumünster 27.3.2007.
Chronisten-Stammtisch, Plön Alte Apotheke: Vortrag von
Volker Griese am 1.12.2007 über literarische und historische Schäuplätze der Region im Werk
Iven Kruses unter besonderer Berücksichtigung des 'Dritten Bismarck'
Vortrag über Leben Iven Kruses mit Rezitationen aus dem
Werk in Prosa u. Lyrik von Volker Griese, Alter Bahnhof Wankendorf 29.5.2008.
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