Kruse um 1920
Stand Februar 2012
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Iven Kruse ist vor allem als Idylliker
bekannt durch die stimmungsvollen, in seiner holsteinischen Heimat spielenden Novellen und
Gedichte in platt- und hochdeutscher Sprache.
Zeitgenössische Schriftsteller äußerten
sich wohlwollend, zu Kruses Erzählungen und Gedichten. Detlev v. Liliencron sah in ihm den
Wiederbeleber der niederdeutschen Ballade. Timm Kröger lobte das Werk und Hans Ehrke
schrieb: »Das Gesicht Holsteins ist in dieser Art von keinem anderen Dichter trefflicher
gezeichnet worden«; und Hermann Löns, der Niedersächsische Heidedichter, schrieb über die
›Schwarzbrotesser‹: »Menschen in Nordniedersachsen sind so: mit derbem Realismus auf dem
Boden stehend, mit zitternder Seele in die Unendlichkeit spähend und den Fehlbetrag
zwischen Soll und Haben des menschlichen Daseins mit stillem Humor buchend«. Der späte
Theodor Fontane gar nannte Kruse auf Grund der Gestalten in ›He will de Ogen todohn‹ den
niederdeutschen Dostojewski und sprach von seinen Figuren: »In Ihren Adern rinnt etwas von
dem Blute Tolstois«.
Als unmittelbare Reaktion auf Kruses
Wirken wurden in Bornhöved, Büdelsdorf, Ruhwinkel und Hamburg-Lohbrügge (1949)
Straßen nach ihm benannt.
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