IVEN KRUSE

Holsteiner,  Dichter und Redakteur 1865-1926


Kruse um 1920


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Iven Kruse ist vor allem als Idylliker bekannt durch die stimmungsvollen, in seiner holsteinischen Heimat spielenden Novellen und Gedichte in platt- und hochdeutscher Sprache.

Zeitgenössische Schriftsteller äußerten sich wohlwollend, zu Kruses Erzählungen und Gedichten. Detlev v. Liliencron sah in ihm den Wiederbeleber der niederdeutschen Ballade. Timm Kröger lobte das Werk und Hans Ehrke schrieb: "Das Gesicht Holsteins ist in dieser Art von keinem anderen Dichter trefflicher gezeichnet worden"; und Hermann Löns, der Niedersächsische Heidedichter, schrieb über die 'Schwarzbrotesser': "Menschen in Nordniedersachsen sind so: mit derbem Realismus auf dem Boden stehend, mit zitternder Seele in die Unendlichkeit spähend und den Fehlbetrag zwischen Soll und Haben des menschlichen Daseins mit stillem Humor buchend". Der späte Theodor Fontane gar nannte Kruse auf Grund der Gestalten in "He will de Ogen todohn" den niederdeutschen Dostojewski und sprach von seinen Figuren: "In Ihren Adern rinnt etwas von dem Blute Tolstois".

Als unmittelbare Reaktion auf Kruses Wirken wurden in Bornhöved, Büdelsdorf, Ruhwinkel und Hamburg-Lohbrügge (1949) Straßen nach ihm benannt.